Engagement für Mädchen im Süden SENEGALS

Auch Senegal zählt schon seit geraumer Zeit zu den Schwerpunktländern von (I)NTACT. Wir arbeiten seit 2002 in der Casamance, im Süden des Landes, wo laut der letzten DHS-Studie (2015) etwa 77% der Mädchen und Frauen genitalverstümmelt sind. Bei den dort vorherrschenden Ethnien, den Peulh, Mandingo und Soninke, ist die weibliche Genitalverstümmelung als Tradition stark verankert.

Unsere Projektpartner in Senegal, VEESTO und 2A2F, arbeiten derzeit in der Region Kolda, im Département Vélingara. Unser Projektpartner USU hat zwischen 2012 und 2021 in etwa 1.400 Dörfern der Regionen Kolda und Sédhiou erfolgreich gearbeitet. Dieses Engagement war möglich dank zahlreicher Spenden und durch die Unterstützung des BMZ und der Harald Breuer Stiftung.

In Senegal ist die Zusammenarbeit mit den religiösen Führern und den Dorfchefs, also den Entscheidern, äußerst wichtig. In jedem unserer Projekte werden jedoch alle angesprochen, die auf irgendeine Weise betroffen sind und mithelfen können, weibliche Genitalverstümmelung zu verhindern: die Eltern, Großmütter, Gesundheitspersonal, Beschneiderinnen. Vor allem ist aber auch die Arbeit mit Jugendlichen und mit Schüler:innen von großer Bedeutung. Wir möchten vor allem die heranwachsenden Mädchen bestärken, ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit durchzusetzen und zu bewahren und auch ihre Töchter später zu schützen. 

Lesen Sie hier auch unseren Newsletter (März 2019) über die Arbeit der Projektarbeiterin Mariama Gnamadiou in Senegal.  Sie hat sich 2021aus der Projektarbeit zurückgezogen und verfolgte dann eine politische Karriere, um sich auf diese Weise für Frauenrechte stark zu machen. Leider ist sie im März 2022 vestorben.