Ziel erreicht: Keine weibliche Genitalverstümmelung mehr in Togo!

(I)NTACT bleibt mit Förderprojekt für Mädchen und Frauen vor Ort

Damit auch in Zukunft kein Mädchen in Togo beschnitten wird, ist es äußerst wichtig, dass unsere Partner auch weiterhin vor Ort sind. Aus diesem Grund führt (I)NTACT mit Unterstützung des BMZ seit September 2019 schon das dritte Nachhaltigkeitsprojekt vor Ort durch. 

Ziel unserer Nachhaltigkeitsarbeit ist es, Mädchen und Frauen über ihr Recht auf Unversehrtheit hinaus zu stärken und ihre Rechte in weiteren Bereichen durchzusetzen.

Sojafrauengruppe auf ihrem Feld

Sojafrauengruppe auf ihrem Feld

Verteilung von Schulmaterial

Schulmaterial


So finden unter anderem Aufklärungsveranstaltungen statt zu folgenden Kinder- und Frauenrechtsthemen: die Bedeutung von Bildung für Mädchen, das Verbot von Frühverheiratung oder das Recht von Frauen auf Landbesitz. Um auch ganz praktisch zu helfen, zum Beispiel bei der Einschulung von Mädchen, erhalten die besonders bedürftigen Schulanfängerinnen Einschulhilfen, bestehend aus Schuluniform und Schreibutensilien.

Des Weiteren werden Geburtsurkunden ausgestellt, da die Teilnahme an Prüfungen ohne Ausweis nicht möglich ist. Auch Mütter werden gefördert mit der Möglichkeit auf einem Stück Land Soja anzubauen, zu ernten und zu verkaufen.
Durch diese Aktivitäten vor Ort sind die Projektpartner in den Dörfern präsent  und können neben den wichtigen Projektaktivitäten die Abkehr von der weiblichen Genitalverstümmelung weiterhin kontrollieren sowie Fragen zum Thema beantworten. Zudem werden in jedem Dorf Komitees gegründet, welche drohende Genitalverstümmelungen melden und ihr Umfeld bei Bedarf aufklären. 


Die Überwindung der Genitalverstümmelung in Togo

Am 29.11.2012 wurde die Überwindung der Genitalverstümmelung in Togo in Sokodé mit einem großen Festakt gefeiert. Die Bevölkerung, ehemalige Beschneiderinnen und Traditionshüter verliehen ihrer Freude über das Ende der grausamen Tradition mit Tänzen und Gesängen Ausdruck. Sie erklärten vor aller Öffentlichkeit, ihre Mädchen nunmehr intakt aufwachsen zu lassen. 

Auch Regierungsvertreter aus Togo und Deutschland, unsere lokalen Partner sowie der stellvertretende (I)NTACT- Vorsitzende Detmar Hönle waren vertreten.

Erreicht wurde die Abschaffung der Genitalverstümmelung durch die Aufklärungsarbeit unserer Partnerorganisationen in Togo zwischen 2004 und 2011.

Die Mädchen Togos müssen nun keine Genitalverstümmelungen mehr fürchten

Togo feiert

Entscheidend für den Erfolg war vor allem die Zusammenarbeit mit den Traditionshütern und den Beschneiderinnen.

Die Überwindung der Norm der weiblichen Genitalverstümmelung  bestätigen auch international anerkannte Studien.