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Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen e.V.

Hilfe für Frauen, die unter den Folgen der Verstümmelung leiden

Neben der Präventionsarbeit hilft (I)NTACT auch Mädchen und Frauen, die an den Folgeschäden einer Beschneidung leiden. Dazu gehören Entzündungen, Vernarbungen oder Fisteln. Auch Gebärmuttervorfälle werden durch die Genitalverstümmelung begünstigt.

Fisteln sind Öffnungen zwischen Vagina und Blase oder Darm, die vor allem bei der Entbindung entstehen. Durch sie kommt es zu unablässigem und unkontrollierbarem Stuhlgang oder Urinfluss und damit zu starker Geruchsbildung. Betroffene werden in Folge dessen häufig verstoßen und gelten als nicht gemeinschaftsfähig.

Fisteln, Vernarbungen und Gebärmuttervorfälle können operativ behandelt werden. Die damit verbundenen Kosten können die Familien häufig nicht allein tragen.

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In diesem Fall übernimmt (I)NTACT die Operationskosten für Mädchen und Frauen, die von unseren Partnern während der Aufklärungsarbeit identifiziert wurden. Nachdem Vertrauen entstanden ist, wenden sich viele Frauen mit ihren Problemen an unsere Projektmitarbeiter:innen. In den meisten Fällen wird mit einer Operation gewartet, bis die Mädchen die Pubertät erreicht haben, es sei denn gravierende Gründe sprechen für einen früheren Eingriff.

In Burkina Faso arbeitet (I)NTACT mit der Klinik Sédogo in Léo zusammen, die vom deutschen Verein Operieren in Afrika e.V. unterstützt wird. Seit 2017 hat (I)NTACT über 187 Frauen eine heilende Operation ermöglicht. Auch in Senegal hat (I)NTACT Fisteloperationen und die Wiedereingliederung der Frauen in die Gesellschaft finanziert. Die Operationen wurden staatlich unterstützt. Zudem wurden Frauen und Mädchen mit akuten Folgeschäden geholfen.

Die Betroffenen sind sehr glücklich über die Hilfe und unterstützen die folgende Aufklärungsarbeit in ihren Dörfern. Ihre Motivation ist es, andere Eltern zu überzeugen, ihre Töchter unversehrt zu lassen, damit diese nicht das gleiche Schicksal erleiden müssen.