Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen

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Aktivitäten in Deutschland


Information, Beratung, Hilfe

In Deutschland informiert (I)NTACT vor allem die Öffentlichkeit zum Thema weibliche Genitalverstümmelung. Darüber hinaus setzten wir uns für den Schutz von Mädchen und Frauen in Deutschland ein, die von Beschneidung bedroht oder betroffen sind.

Information, Beratung und Hilfe leistet (I)NTACT in verschiedenster Form. So zum Beispiel durch:

  • Bereitstellung von Informationen und Fachwissen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung in Afrika; Vorträge zum Thema an Schulen, Universitäten, auf Fachtagungen, vor interessierten Gruppen
  • Sensibilisierung von Presse, Funk und Fernsehen zum Thema mittels Pressemitteilungen, Interviews, Plakat-Kampagnen, Fotoausstellung und Filmen
  • Aufklärung von Betroffenen und Ratsuchenden zur Rechtslage in Deutschland
  • Beistand und Hilfe in gesundheitlichen und rechtlichen Fragen für betroffenen Einzelpersonen; Vermittlung von Rechtsbeistand in angezeigten Fällen.
  • Anzeige von Fällen bei Polizei und Staatsanwaltschaft.
  • Anrufung von Jugendämtern und Amtsgerichten, in deren Kompetenz es fällt, gefährdete Mädchen in Deutschland zu schützen

 

Regional- und Städtegruppen:

Insbesondere bei der Aufklärung zum Thema Genitalverstümmelung und bei der Spendensammlung wird (I)NTACT seit einigen Jahren stark von sehr aktiven ehrenamtlichen Regional- und Städtegruppen unterstützt. Diese helfen, durch die Organisation von Benefizveranstaltungen, sowie Vorträgen, Ausstellungen, Filmvorführungen und ähnliche Informationsveranstaltungen, die Wahrnehmung der Öffentlichkeit für dieses Menschenrechtsproblem zu schärfen.

 

FGM-Netzwerk Integra

Zusammen mit gleichgesinnten Organisationen (darunter und anderem Terre de Femmes, die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GTZ, Forward, usw.) hat sich (I)NTACT in dem Netzwerk Integra  zusammengeschlossen. Die Organisationen treffen sich ein bis zwei Mal jährlich zum Fach- und Informationsaustausch, unterstützen sich gegenseitig und koordinieren gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen.

Schirmherr von Integra ist seit dem 25. August 2005 Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler.
Der Bundespräsident wurde durch einen Besuch in Benin im Dezember 2004 und sein dortiges Zusammentreffen mit den beninischen Partnerorganisationen von (I)NTACT erneut auf die Problematik der weiblichen Genitalverstümmelung aufmerksam und hat seine Bereitschaft bekundet, den Kampf gegen diese Menschenrechtsverletzung zu unterstützen (siehe dazu auch (I)NTACT-Pressemitteilung vom Dezember 2004 oder (I)NTACT-Nachrichten 2005, S.3).