Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen

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Aktivitäten in Afrika


BENIN
Aufklärung mit Erfolg: Das INTACT-Schwerpunktland Benin

Christa Müller bei einem Besuch in Nord-Benin


In Benin hat die Hilfe von (I)NTACT den bisher größten Erfolg erzielt:
Das Land ist nach eigener Aussage seit April 2005 beschneidungsfrei. Maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen haben fünf beninische Organisationen, die seit 1996 von (I)NTACT finanziell unterstützt wurden. Insgesamt 500.000 Euro gab (I)NTACT in Benin bis heute aus, um die Bevölkerung über die schlimmen gesundheitlichen Folgen der weiblichen Beschneidung aufzuklären und den Kampf gegen diesen menschenrechts-verletztenden Brauch zu führen. Unser Engagement wird noch für zwei, drei Jahre gebraucht, um dieses Ergebnis abzusichern und dauerhaft zu machen. Zur Absicherung der Nachhaltigkeit der Ergebnisse in Benin gehört auch die Strategie, verstärkt in den Nachbarländern Togo und Burkina Faso aktiv zu werden. Dort gehört die weibliche Beschneidung, zum Teil trotz gesetzlichem Verbot, noch oft zu den traditionellen Bräuchen vieler ethnischer Gruppen. Auch um zu verhindern, dass Beniner Mädchen über die Landesgrenze gebracht und in den Nachbarländern beschnitten werden, will (I)NTACT in den kommenden Jahren verstärkt in Burkina Faso und Togo aktiv werden.

 

BURKINA FASO

Hohe Beschneidungsrate: Der Bedarf an Aufklärung ist groß

Aufklärungskampagne in Burkina Faso

Burkina Faso gehört zu den Schwerpunktländern von INTACT und die Aktivitäten sollen in diesem Land, soweit es die finanziellen Möglichkeiten erlauben, im Laufe der kommenden Jahre ausgedehnt werden. Die Beschneidungsrate von Frauen und Mädchen liegt, trotz gesetzlichem Verbot seit 1996, bei zwischen 60 und 80 % und ist damit durchweg höher als in den meisten seiner sechs Nachbarländer, mit Ausnahme von Mali. Die noch starke Ausübung der Praxis auch im Osten des Landes gefährdet die Erfolge im angrenzenden Nordbenin. Aus diesen Gründen will INTACT sich in Burkina Faso in den kommenden Jahren besonders stark engagieren.

Seit 1993 finanziert INTACT Aufklärungsprojekte in Burkina Faso. Bisher konnten sechs lokale Organisationen in sechs von 45 Provinzen des Landes in ihrem Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung unterstützt werden. Aus sechs weiteren Provinzen liegen Projektanträge vor, die INTACT gerne finanzieren würde, für die aber bislang das Geld fehlt.

Die Aktivitäten der Partnerorganisationen in Burkina Faso reichen von Theateraufführungen, Fortbildungen von Sozialarbeiterinnen, Gesundheits-personal und Lehrern über die Betreuung von Kleinkreditfonds, berufliche Umschulung von Beschneiderinnen, Überzeugungsarbeit mit lokalen Entscheidungsträgern, zum Beispiel religiöse Führer und traditionelle Dorfchefs, bis hin zur flächendeckenden Aufklärung der Dorfbevölkerung mit speziellem Augenmerk auf Familien in denen Mädchen im beschneidungsfähigen Alter aufwachsen.

 

GUINEA

Aufklärung als Dialog

Alternative Zeremonien ersetzen das traditionelle Beschneidungsritual

„Die Kinder schwänzen die Schule, machen Party am Fluss, trinken und rauchen.“
„Die Eltern sollten einschreiten und ihren Erziehungspflichten nachkommen.“
„Unsere Eltern sollten doch auch Vorbilder für uns sein, aber unsere Mütter haben gar keine Zeit mehr, sich um die Kinder zu kümmern.“

Solche Sätze kennen wir alle hierzulande. Doch: diese Zitate stammen von Eltern und Kindern aus Guinea. Sind Generationenkonflikt und Werteverlust ein globales Phänomen?!

Mit dem Schweigen zwischen den Generationen und dem gegenseitigen Unverständnis soll jetzt Schluss sein. Die sechs (I)NTACT-Partnerorganisationen in Guinea stoßen mit ihren „Generationendialogen“ sowohl in der Stadt wie auf dem Land auf großes Interesse. Die Jugendlichen und ihre Eltern und oft auch die Großeltern sind dankbar, dass jemand die Themen anspricht, über die es sich so schwer reden lässt – Sexualität, ungewollte Schwangerschaften, arrangierte Heirat, Unzufriedenheit mit der Schwiegermutter ... Besonderen Zündstoff bietet immer das Thema Beschneidung. In Anbetracht des sozialen Wandels und neuer Lebensentwürfe sehen vor allem die Mädchen keinen Sinn mehr in der Beschneidung und begehren auf. Doch auch die Älteren erkennen zunehmend, dass die Zeiten sich wandeln und das Klammern an alte Traditionen wie die Beschneidung keine Lösungen bietet für die heutigen Probleme. Und diese Einsicht, daß Beschneidung nicht mehr zeitgemäß ist, ist ein wichtiger Schritt, um sie wirklich aufgeben zu können. Denn Aufklärung über Beschneidung reicht in Guinea nicht aus, die Tradition wiegt oft noch schwerer als das Wissen um die gesundheitlichen Folgen des Eingriffs.
In den Pilotprojekten der (I)NTACT-Partnerorganisationen haben bislang Hunderte Ältere und Jüngere, Mädchen und Frauen, Jungen und Männer, an den Dialogen teilgenommen. Mit anderen Projektaktivitäten sprechen unsere Partner vor allem traditionelle Führer, Geistliche oder medizinisches Personal an. Insgesamt ein „Methoden-Mix“, mit dem alle relevanten Gruppen in der Bevölkerung erreicht werden. Und der ausgebaut werden soll – damit möglichst viele erkennen, dass Beschneidung „von gestern“ ist.

 

MALI

INTACT Partnerorganisation geht mit gutem Beispiel voran

Auch Beschneiderinnen werden durch die Projekte angesprochen

AMPDR (Association Malienne Pour le Développement Rural), die erste
(I)NTACT-Partnerorganisation in Mali, geht weiter mit gutem Beispiel voran. Vier Sozialarbeiterinnen haben intensiv mit allen Beteiligten in 40 Dörfern in der Region Koulikoro gearbeitet, haben einzeln und in Gruppen aufgeklärt und diskutiert, dorfübergreifende Verständigungsgespräche initiiert, Videovor-führungen im Dorf organisiert und Radiosendungen gemacht. So haben sie nicht nur das Vertrauen der Bevölkerung errungen, sondern auch bei den Beschneiderinnen. 35 von ihnen haben sich inzwischen registrieren lassen und sind zur Aufgabe ihres Metiers bereit, doch erst drei von ihnen konnten einen Kredit erhalten. Im Folgeprojekt will AMPDR nicht nur mehr Kredite vergeben, sondern vor allem die Aufklärung ausweiten und 27 neue Dörfer in die Aktivitäten einbeziehen.
ANI-Mali, unsere zweite und weniger erfahrene Partnerorganisation, steht noch am Anfang mit ihren Aufklärungsbemühungen. In den zehn Pilotdörfern ist den Sozialarbeiterinnen vor allem eines gelungen: die Frauen sprechen jetzt offen über Beschneidung und andere Fragen der reproduktiven Gesundheit. Und dies ist für ANI-Mali ein riesengroßer Erfolg und Vertrauensbeweis, denn in einem sehr islamisch geprägten Land wie Mali ist Sexualität nach wie vor ein Tabu-Thema.

 

SENEGAL

Aufklärung im Süden wird ausgebaut

Christa Müller während eines Projektbesuchs im Senegal

Auch der Senegal zählt schon seit geraumer Zeit zu den vier Schwerpunktländern von (I)NTACT. Hier arbeiten wir mit der Organisation OFAD im Süden des Landes, der Casamance, zusammen. Nachdem OFAD seit 2002 in zunächst 60 Dörfern in der Region Kolda intensive Aufklärungsarbeit geleistet hatte, kamen im Jahr 2004 60 weitere Dörfer hinzu. Nicht überall werden die Sozialarbeiterinnen gleich mit offenen Armen empfangen. In manchen Dörfern der Casamance ist die Unabhängigkeitsbewegung stark und alles, was der Zentralstaat verordnet, wird misstrauisch beäugt, auch das Gesetz gegen weibliche Genitalverstümmelung. Doch OFAD lässt nicht locker, bis allen klar ist, dass es beim Thema Beschneidung nicht um Politik, sondern um Wohl und Gesundheit der Mädchen und Frauen geht. Mit Erfolg. In den ersten 60 Dörfern haben inzwischen die Dorfkomitees die Aufklärung vor Ort weitgehend übernommen, ihre wichtigste Zielgruppe sind die Familien mit Mädchen im beschneidungsfähigen Alter. Damit die Motivation auch langfristig erhalten bleibt, haben die Komitees mit Unterstützung von OFAD und Geld von (I)NTACT mit gemeinsamen einkommenschaffenden Maßnahmen begonnen. Gemüseanbau, Seifenherstellung, Stofffärberei, Anbau von Kalebassen zur Herstellung von Küchenutensilien und der Betrieb kleiner Dorfverkaufsstellen ermöglichen ein kleines Einkommen und stärken den Zusammenhalt der Komitees.

 

SIERRA LEONE

Tabu um Genitalverstümmelung wird gebrochen

Abdul Sankoh befürwortet die Beschneidung nicht. Er will seine Töchter davor bewahren.

Wer in Sierra Leone etwas gegen Genitalverstümmelung unternehmen will, braucht noch immer viel Mut und Hartnäckigkeit. Landesweit sind nach wie vor 90% aller Frauen beschnitten. Nach mehr als 10 Jahren Bürgerkrieg erholt sich das Land zwar langsam, die Menschen haben einen ungeheuren Aufbauwillen. Doch im täglichen Kampf ums Überleben gehört die Frage nach der Beschneidung für die allermeisten nicht gerade zu den vorrangigen Problemen. Doch das sieht KAWDA (Katanya Women’s Development Association) anders. Gerade in der jetzigen Situation mit all den sozialen Umwälzungen müsse man über Beschneidung reden, meint die Koordinatorin Fatmata Caulker. Denn jetzt gäbe es gute Chancen, das Tabu um das Thema Beschneidung endlich zu brechen. Im Februar 2004 veranstaltete KAWDA mit (I)NTACT-Finanzierung in Freetown ein Seminar, in dem es darum ging, Verbündete im Kampf gegen Beschneidung zu finden und die Mitglieder der Frauenorganisation fortzubilden. Die große Resonanz in den nationalen Medien war nicht nur für (I)NTACT-Projektreferentin Elke Proell erstaunlich. So beflügelt, führt KAWDA inzwischen ein Pilotprojekt in einigen Vororten von Freetown durch. Aufklärer und Aufklärerinnen werden ausgebildet, Materialien entwickelt, traditionelle und religiöse Führer werden sensibilisiert, in Schulen und übers Radio wird Aufklärung betrieben. Das erste Ziel ist auf jeden Fall erreicht: KAWDA kann jetzt öffentlich über Beschneidung sprechen.

 

TANSANIA

Schüler im Kampf gegen Genitalverstümmelung mobilisiert

“Die Menschen ändern dann ihr Verhalten, wenn sie die Risiken und Unwürdigkeit von traditionellen Praktiken einsehen, und wenn sie begreifen, dass sie bestimmte Bräuche aufgeben können, ohne dabei gleichzeitig bedeutungsvolle Aspekte ihrer Kultur aufzugeben.“

An diesem gemeinsam formulierten Leitgedanken von WHO, UNICEF und UNFPA orientiert sich die Arbeit von NAFGEM, der (I)NTACT- Partnerorganisation in Tansania. Die Menschen sollen überzeugt, nicht gezwungen werden. Deshalb legt NAFGEM höchsten Wert auf Aufklärungs- und Informationsarbeit bei den Menschen direkt vor Ort. Sie macht auch vor den höchsten Gremien, den traditionellen Führern der Massai, nicht halt.

Die durchschnittliche Beschneidungsrate liegt in Tansania bei 18 %. Bei den Massai, einem für seinen Traditionsreichtum bekannten Volk, liegt sie jedoch bei geschätzten 99 %. Gerade bei den Massai wurde Beschneidungsbekämpfung noch bis vor kurzem als unmöglich, ja sogar als zu gefährlich eingestuft. Um so größer die Errungenschaft von NAFGEM, der es in 2003 gelang die Unterstützung der obersten Massai Chefs für ihre Anti-Beschneidungs-Kampagne an der Basis zu erlangen.

Konzentriert haben sich die Aktionen von NAFGEM in 2004 auf die Sensibilisierung und Mobilisierung von Kindern und Jugendlichen. Nach der Teilnahme von NAFGEM und seinen Mitarbeitern und Mitgliedern an Fortbildungen zum Thema Kinderrechte konnten Aufklärungsprogramme an Schulen konzipiert werden. In diesen Programmen wurden Schülerinnen und Schüler – als Gruppe der potentiellen Opfer von Genitalverstümmelung - darin unterstützt, sich zu organisieren, sich öffentlich gegen die Beschneidung zu äußern und von Eltern und Staat den Schutz ihres Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit und Menschenwürde einzufordern. 1250 Schülerinnen und Schüler nahmen an solchen Kundgebungen teil und schafften in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein dafür, dass es in der Debatte um Genitalverstümmelung nicht nur um Fragen der Gesundheit von Frauen und Mädchen geht, um die sich Mediziner kümmern, sondern dass diese Praxis noch grundsätzlichere Fragen der Menschenrechte und Menschenwürde aufwirft, die jeden angehen.

 

TOGO

Ein vielversprechender Anfang ist gemacht: Jüngstes Schwerpunktland von (I)NTACT

Als Nachbarland Benins kam auch der kleine Staat Togo in das Blickfeld von (I)NTACT. Togo entwickelte sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem neuen Schwerpunktland. In Togo liegt die allgemeine Beschneidungsrate bei 12%, ist aber bei bestimmten Ethnien mit 85 bis 98% sehr viel höher. Die höchsten Beschneidungszahlen findet man im Norden und in der Mitte Togos, die geringsten im Süden. Nach intensiver Partnersuche im Jahr 2003 finanziert (I)NTACT seit April 2004 die togolesischen Organisationen CARD, ODIAE und Odjougbo. Die ersten Erfahrungen mit den dort durchgeführten Aufklärungskampagnen in Dörfern waren positiv. Den Partnerorganisationen gelang auch, einige Beschneiderinnen und Beschneider ausfindig zu machen, die bereit sind ihren Beruf aufzugeben. Dabei halfen Verbindungen der Partnerorganisationen zu früheren Projekten. CARD und Odjougbo zum Beispiel haben in zahlreichen Dörfern Mitglieder, die in Frauengruppen organisiert sind. In diese Gruppen tragen sie nun die Aufklärung zu den negativen gesundheitlichen Folgen und die fundamentalrechtlichen Bedenken gegen die Beschneidung hinein. ODIAE hingegen unterhält gute Kontakte zu Voodoo-Klöstern, wo sie hoffen, die dortigen Priesterinnen und Priester, die stark an der Entscheidung über die Durchführung von weiblichen und männlichen beteiligt sind, beeinflussen zu können. In Togo gilt, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern: Es müssen die oft verborgenen Wurzeln gefunden werden, die frauenfeindliche Traditionen am Leben erhalten.

 

TSCHAD

Grundstein für die Beschneidungsbekämpfung gelegt

Mit einer ersten (I)NTACT Finanzierung hatte die Partnerorganisation ACDIDH im Jahr 2003 zunächst einmal 20 ihrer Mitglieder zu ehrenamtlichen Dorfaufklärern - im lokalen Sprachgebrauch Animateure genannt - fortgebildet, die dann in der Lage waren, Aufklärung in den Projektregionen N’Djamena und Sarh, also rund um die Hauptstadt und im Süden des Landes, durchzuführen. Seit geraumer Zeit wird ACDIDH auch im Programm „Einheimische Organisationen“ des Deutschen Entwicklungsdienstes hinsichtlich ihrer Organisationsentwicklung und Projektansätze beraten und begleitet. Aufgrund der Ergebnisse dieser Beratung wurde die Projektstrategie von ACDIDH im Jahr 2004 neu ausgerichtet. Statt nur mit ehrenamtlichen, arbeitet ACDIDH nun auch mit fest angestellten, vollzeit verfügbaren Animateuren. Dadurch wurde die Durchführung von Porte-à-Porte (von Tür-zu-Tür) Aufklärung und eine dauerhafte Präsenz in den Dörfern erst möglich. Nicht nur ist eine derartige Intensivierung der Aufklärungsarbeit aller Erfahrung nach ein wichtiges Element, um festgefahrene Überzeugungen an der Basis zu ändern. Fachleute halten eine dauerhafte Präsenz in Dörfern auch deshalb für dringend nötig, weil sie befürchten, dass das gesetzliche Beschneidungsverbot, das es im Tschad seit 2003 gibt, die Ausübung der Beschneidung nicht beenden, sondern in die Heimlichkeit abdrängen wird. Aus diesen Gründen wurde die institutionelle und personelle Präsenz in den Interventionsgebieten mit der Hilfe von (I)NTACT im Jahr 2004 gestärkt. Seit Mitte diesen Jahres sind nun 4 hauptamtliche Dorfanimateure im Einsatz, die in insgesamt 36 Dörfern Porte-à-Porte Aufklärung machen und auch Video- und Theatervorführungen mit anschließender öffentlicher Diskussion für die gesamte Dorfbevölkerung organisieren. Unterstützt werden sie von einem hauptamtlichen Koordinator, dessen Büro im Interventionsgebiet Sarh liegt, und der somit in engem Kontakt zu den Dorfaufklärern steht. Regelmäßig fahren zudem zwei Verantwortliche von ACDIDH in die Projektgebiete N’Djamena und Sarh zur Supervision und Fortbildung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. Der Grundstein der Aktivitäten im Tschad wurde also mit (I)NTACTs Unterstützung gelegt. Fortgeführt und weiterverfolgt werden soll diese Unterstützung in den kommenden Jahren durch andere Entwicklungsorganisationen in N’Djamena.